Erklärung zu unserer Unterschrift zum offenen Brief – “Neofolk Night” im Felsenkeller

Nachdem der Felsenkeller wegen der Ausrichtung und Bewerbung der „Neofolk Night“ sowie unterschiedlichen Bezügen beteiligter Künstler*innen ins rechte Spektrum öffentlich kritisiert worden war, äußerte sich Geschäftsführer Jörg Folta Anfang April in einem Interview mit der LVZ (1) zu den Vorwürfen sowie zu Schmierereien an den Außenwänden des Felsenkellers im Zusammenhang mit dieser und weiteren Veranstaltungen.

Auf die Frage der LVZ nach möglichen Konsequenzen erklärte er, dass es im ersten Fall unterschiedliche Sichtweisen auf die “Neofolk Night” gegeben habe, die insbesondere durch aktivistische und mediale Kontexte zugespitzt worden seien. In einem offenen und transparenten Austausch mit den beteiligten Akteuren habe man viele Punkte klären können; dabei habe sich der Großteil der erhobenen Vorwürfe als nicht haltbar erwiesen, so Folta im Interview.

Vorweg möchten wir betonen, dass wir die Sachbeschädigungen am Felsenkeller ablehnen. Zudem widersprechen wir den Aussagen von Jörg Folta im LVZ-Interview. Wir beteiligten uns vor und nach dem Konzert im Januar an den im Interview erwähnten Gesprächen mit dem Felsenkeller zum kritisierten Neofolk-Konzert. …

Petition: Keine Scheiße bauen! – Gegen die Mikroapartment-Explosion in Connewitz

In Connewitz droht das nächste renditeorientierte Bauprojekt: Aldi-Nord plant am ehemaligen Bahnhofsgelände  des S-Bahnhofs Connewitz einen Neubau mit Supermarkt und 75 möblierten Mikroapartments. Während bezahlbarer Wohnraum im Stadtteil weiterhin fehlt, sollen erneut Wohnungen entstehen, die sich viele Menschen nicht leisten können.
Dies sorgt zu recht für viel Unmut im Stadtviertel. Ein Ausdruck dieser Wut und Empörung ist die aktuelle Petition der Stadtteilinitiative „Vernetzung Süd“. Auch wir als linXXnet unterstützen diese Petition und stellen uns klar hinter die Forderung das Areal im Sinne der Menschen im Viertel zu entwickeln.

Zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-scheisse-bauen-gegen-die-mikroapartment-explosion-in-connewitz#petition-mainoder.

Zu Jule Nagels Pressemitteilung: https://jule.linxxnet.de/connewitz-braucht-bezahlbaren-wohnraum-keine-weiteren-mikroapartments-und-keinen-verkauf-von-staedtischem-grund-und-boden-21-05-2026/

Unterschriftenbögen können auch bei uns im Büro abgeholt werden.

 

Between the Lines: Muscheln am Strand von Gaza - Erinnerungen an ein zerstörtes Land

Audiomitschnitt: Between the Lines: Muscheln am Strand von Gaza – Erinnerungen an ein zerstörtes Land (mit Hamza Howidy)

Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten
Lesung und Diskussion mit Hamza Howidy

Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war.

Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen.

Ein sehr persönliches Buch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.

„Mit Sicherheit“ zum Polizeistaat?“ Podiumsdiskussion zur Novellierung des Sächsischen Polizei­vollzugs­dienstgesetzes

Audiomitschnitt: „Mit Sicherheit“ zum Polizeistaat?“

„Mit Sicherheit“ zum Polizeistaat?“ Podiumsdiskussion zur Novellierung des Sächsischen Polizei­vollzugs­dienstgesetzes

 

Sachsens Polizei soll mal wieder mehr Befugnisse erhalten – für zusätzliche Überwachungs­methoden und neue Waffen. Dabei hatte vor zwei Jahren der Sächsische Verfassungs­gerichtshof deutlich geurteilt, dass das einschlägige Polizei­vollzugs­dienstgesetz teils verfassungswidrig ist und bis Mitte 2026 verbessert werden muss. Doch statt das Gesetz und mit ihm die Landespolizei auf den Boden der Grund- und Freiheits­rechte zu stellen, nutzt das Innenministerium die Gelegenheit für krasse Verschärfungen: Der Entwurf liest sich wie die lange Wunschliste eines ultra-konservativen Sicherheitsapparats. Vorgesehen sind unter anderem Elektroschock-Pistolen („Taser“) als Standard-Bewaffnung, Drohnen­überwachung im großen Stil, das Knacken von Messenger-Diensten („Quellen-Tele­kommunikations­überwachung“) sowie umfangreiche KI-Instrumente, die verdächtig stark an „Palantir“ erinnern.

Schafft das noch Sicherheit oder ist das schon Teil eines autoritären Staatsumbaus? Was würden die neuen Befugnisse in den Händen einer demokratie­feindlichen Regierung anrichten? Und wie können wir diese Entwicklungen entschärfen?

Darüber informieren und diskutieren die Netzpolitik-Expertin Dr. Constanze Kurz, Rechtsanwältin Anna-Maria Müller und der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion Rico Gebhardt.
Es moderiert dessen Fraktionskollegin Juliane Nagel, Demokratiepolitische Sprecherin.

Zionismus. Kolonialismus, Befreiung: Wie über Israel-Palästina sprechen? – Audio-Mitschnitt im Rahmen der Reihe “between the lines”

Der israelisch-palästinensiche Konflikt ist einer von vielen Konflikten im Nahen Osten und weltweit. Infolge des Massakers gegen die israelische Gesellschaft am 7.10.2023 und des israelischen Krieges gegen Gaza polarisieren sich Debatten in Europa und Deutschland. Die Lager – Pro Israel und Pro Palästina – stehen sich zum Teil unerbittlich gegenüber, beide Seite dienen dabei auch als identitätsprägende Projektionsflächen. Dies geht auch mit Pauschalisierungen einher, die ein Einfallstor für antisemitische und rassistische Deutungen sein können. So gehen Humanität und Lösungen im Sinne der betroffenen Menschen verloren.

Wir wollen im Rahmen der Diskussion analysieren warum die Debattenlage derart verhärtet ist und warum dies den Blick für Lösungen und Verständigung verstellt. Mit den Referent*innen wollen wir nach Wegen suchen, die ein anderes Sprechen über Israel/Palästina ermöglicht und Beispiele für Friedens- und Verständigungsarbeit sichtbar machen.

mit mit Tom Khaled Würdeman, Historiker, Universität Heidelberg und Nadine Migesel, Jews and Palestines for peace

veranstaltet von Transformative Bildung und Kultur e.V. in Kooperation mit dem linXXnet , gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‘Demokratie leben!’ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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