Was geht: Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!?

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Jule

Klingt verrückt, ist es natürlich gar nicht: bessere Bezahlung für diverse abhängig Beschäftigte, im Prinzip ganzschön ausgebeutete Arbeitnehmer*innen, im Wissenschaftsbetrieb auf Basis eines Tarifvertrages. Das ist natürlich nicht nur denkbar, sondern möglich. Charlotte Blücher – Lotti – Sprecherin der Jungen GEW Sachsen, erläutert im Gespräch mit Jule, was unter der griffigen Abkürzung “TV Stud” derzeit passiert und was geplant ist.

Was geht: Gewaltschutz in Leipzig?

Bis Ende des Jahres 2023 werden in der Stadt Leipzig voraussichtlich 400 erwachsene Betroffene in Leipzig Schutz in einem Frauenhaus gesucht haben und es werden 1300 polizeiliche Meldungen über häusliche Gewalt in der Koordinierungs-und Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt und Stalking eingegangen sein. Es wird bis Ende des Jahres voraussichtlich 150 Hochrisiko-Verdachtsfälle in Leipzig geben. Das sind Fälle, bei dem es einen begründeten Verdacht des Risikos eins Femini(ni)zids oder lebensgefährlicher Verletzung für die Betroffenen und deren Kinder besteht. Auf der anderen Seite gibt es in Leipzig zu wenig Kapazitäten in den Schutzplätzen. Wenn es keine Plätze gibt, können Frauen* aus dem Gewaltkreislauf nicht ausbrechen und bleiben in der Gewalt. Das Bündnis Gewaltschutz Leipzig macht auf diese lebensbedrohliche Lücke schon seit längerem aufmerksam. Das Bündnis setzt sich zusammen aus Mitarbeitenden von Frauenhäusern, Beratungsstellen und feministischen Gruppen. Gemeinsam rufen sie zu einer Kundgebung und feministischem Familienfest am 25.11. anlässlich des Internationalen Tages gegen Patriarchale Gewalt auf. Los geht es um 14 Uhr im Rabet mit anschließender Demo zum Augustusplatz. In der neuen Podcastfolge haben wir mit Ida aus dem Bündnis über die aktuelle Situation in Leipzig gesprochen.

Wenn ihr selbst von Gewalt betroffen seid, erreicht ihr rund um die Uhr unter der 0341 / 55 01 04 20 die Zentrale Sofortaufnahme der Frauen* und Kinderschutzeinrichtungen.

Till Lindemann spielt in Leipzig!? Was geht!

Im Sommer haben viele Frauen Vorwürfe mutmaßlicher sexueller Übergriffe gegenüber Till Lindemann erhoben. So sollen Frauen auf Konzerten gezielt für Sex mit Lindemann rekrutiert worden seien. Die Konzertbesucherin Shelby Lynn machte die Vorwürfe im Mai öffentlich, im Zuge von Recherchen vom NDR und der Süddeutschen Zeitung folgten weitere. Sie berichten von mutmaßlichem Machtmissbrauch und Drogen- und Alkoholeinfluss. Ein eingeleitetes Verfahren gegen den Sänger wurde inzwischen eingestellt. Nun spielt er als Solo-Act am Mittwoch in Leipzig in der Arena. Für Feminist*innen und mutmaßlich Betroffene ist das ein Schlag in die Magengrube. Deswegen mobilisieren @Quila_le @feministischer_streik_leipzig und @flintacornerost zum Gegenprotest. Wir haben im neuen Podcast mit ihnen über die Kundgebung und Solidarität mit Betroffenen gesprochen.

Was geht? Osman über das Abschiebungsgesetz

Letzte Woche wurde in den Medien ausführlich über den Entwurf zum neuen Abschiebungsgesetz berichtet. Das Ganze wurde von Nancy Faeser auf den Weg gebracht und hat das Ziel, irreguläre Migration einzudämmen. Im Klartext bedeutet das Gesetz jedoch, das in die Grundrechte von Asylsuchenden eingegriffen wird und schneller abgeschoben werden soll. Dass diese Verschärfung von Maßnahmen zu keiner guten Entwicklung führen kann, dazu hat sich Juli mit Osman vom sächsischen Flüchtlingsrat unterhalten.

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