Wir gönnen uns eine kleine Sommerpause. linXXnet und INTERIM sind bis einschließlich 16.08. im Urlaub. Technikausleihe und die Mietsprechstunde im Juli im linXXnet finden wie gewohnt statt. Ab dem 17.08. sind wir wieder wie gewohnt für euch da.
Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten Lesung und Diskussion mit Hamza Howidy
Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war.
Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen.
Ein sehr persönliches Buch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.
„Mit Sicherheit“ zum Polizeistaat?“ Podiumsdiskussion zur Novellierung des Sächsischen Polizeivollzugsdienstgesetzes
Sachsens Polizei soll mal wieder mehr Befugnisse erhalten – für zusätzliche Überwachungsmethoden und neue Waffen. Dabei hatte vor zwei Jahren der Sächsische Verfassungsgerichtshof deutlich geurteilt, dass das einschlägige Polizeivollzugsdienstgesetz teils verfassungswidrig ist und bis Mitte 2026 verbessert werden muss. Doch statt das Gesetz und mit ihm die Landespolizei auf den Boden der Grund- und Freiheitsrechte zu stellen, nutzt das Innenministerium die Gelegenheit für krasse Verschärfungen: Der Entwurf liest sich wie die lange Wunschliste eines ultra-konservativen Sicherheitsapparats. Vorgesehen sind unter anderem Elektroschock-Pistolen („Taser“) als Standard-Bewaffnung, Drohnenüberwachung im großen Stil, das Knacken von Messenger-Diensten („Quellen-Telekommunikationsüberwachung“) sowie umfangreiche KI-Instrumente, die verdächtig stark an „Palantir“ erinnern.
Schafft das noch Sicherheit oder ist das schon Teil eines autoritären Staatsumbaus? Was würden die neuen Befugnisse in den Händen einer demokratiefeindlichen Regierung anrichten? Und wie können wir diese Entwicklungen entschärfen?
Darüber informieren und diskutieren die Netzpolitik-Expertin Dr. Constanze Kurz, Rechtsanwältin Anna-Maria Müller und der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion Rico Gebhardt. Es moderiert dessen Fraktionskollegin Juliane Nagel, Demokratiepolitische Sprecherin.
Der israelisch-palästinensiche Konflikt ist einer von vielen Konflikten im Nahen Osten und weltweit. Infolge des Massakers gegen die israelische Gesellschaft am 7.10.2023 und des israelischen Krieges gegen Gaza polarisieren sich Debatten in Europa und Deutschland. Die Lager – Pro Israel und Pro Palästina – stehen sich zum Teil unerbittlich gegenüber, beide Seite dienen dabei auch als identitätsprägende Projektionsflächen. Dies geht auch mit Pauschalisierungen einher, die ein Einfallstor für antisemitische und rassistische Deutungen sein können. So gehen Humanität und Lösungen im Sinne der betroffenen Menschen verloren.
Wir wollen im Rahmen der Diskussion analysieren warum die Debattenlage derart verhärtet ist und warum dies den Blick für Lösungen und Verständigung verstellt. Mit den Referent*innen wollen wir nach Wegen suchen, die ein anderes Sprechen über Israel/Palästina ermöglicht und Beispiele für Friedens- und Verständigungsarbeit sichtbar machen.
mit mit Tom Khaled Würdeman, Historiker, Universität Heidelberg und Nadine Migesel, Jews and Palestines for peace
veranstaltet von Transformative Bildung und Kultur e.V. in Kooperation mit dem linXXnet , gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‘Demokratie leben!’ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend